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(Elterninitiative
in Barmstedt, 2025)
Elterninitiative
für Toleranz
Mama, was sind
Nazis? Kann Krieg kommen? Was antwortet man als Eltern auf
solche kindlichen Fragen? Inga Buchmann-Schlegel wollte lieber erklären,
was gut ist, anstatt das Negative zu betonen. Welche Werte
wollen wir den Kindern vermitteln?, Nathalie Klatte will das
dafür definieren. Ihre Kernbegriffe lauten Vielfalt,
Weltoffenheit und Toleranz. Weniger gravitätisch formuliert:
wenn man sich ins bunte Leben stürzt, neue Menschen
kennen lernt und viel zurück bekommt.
Butzmann-Schlegel und Klatte beließen das große Thema
nicht im Privaten. Im Dunstkreis der Elterninitiative Rasselbande
gründeten sie die Arbeitsgruppe: Barmstedt ist bunt.
Ihr Vehikel, um ihre Botschaft an die Frau und an den Mann zu bringen:
T-Shirts, im Siebdruck mit bunten Regenbögen und dem Slogan:
Barmstedt ist bunt bedruckt. Um 90 Grad gedreht, bilden
die Bögen ein B für Barmstedt und für bunt.
Die Idee schlug ein. Beim Großereignis Sporttag am kommenden
Sonntag ((19. 1.)) werden alle Trainer und Helfer Regenbogen-T-Shirts
tragen. 120 Stück haben die Aktiven in einer Sonderedition
mit einem Sport- Schriftzug bedruckt. Ohne Vielfalt
im Sportverein gibt es keinen Sport, stellt Inga Buchmann-Schlegel
klar. Sie ist Geschäftsführerin des größten
Sportvereins der Stadt, des BMTV.
Im vergangenen Juni setzten sie sich zusammen, seitdem stellt Buchmann-Schlegel
fest: Viele haben gewartet, dass das jemand in die Hand nimmt.
Sie waren beim Regionalmarkt mit einem Stand vertreten, die meisten
Geschäfte hatten ihr Plakat: Wir sind offen aufgehängt.
Sie haben ihren Siebdruck-Rahmen in der Bücherei aufgebaut,
im Unverpackt-Laden und im Gymnasium bei der Feier als Schule
mit Courage. Beim Sporttag werden sie dabei sein, Ende Januar
kommen sie wieder in die Bücherei.
Ein T-Shirt mitbringen, bedrucken und dann tragen. Das ist
eine Möglichkeit für die Leiseren, sich zu positionieren,
sagt Inga Buchmann-Schlegel. Die Lauten sind ja meist nicht
in der Mehrheit.
Die Mehrheit in der Gesellschaft sichtbar machen ist der eine Gedanke.
Aber für Nathalie Klatte ist viel wichtiger, dass wir
uns darüber austauschen. Darum ist der Kontakt zu den
Barmstedter Schulen die nächste Etappe für den Arbeitskreis.
Den sozialen Medien etwas entgegen setzen. Inga Buchmann-Schlegel
will positiv formulieren als Gegenpol zum negativen
Sprachgebrauch, der sich breit gemacht hat.
Wir sind recht unbedarft gestartet, stellt Buchmann-Schlegel
fest. Jetzt sind sie mit ihrer Initiative gefragt und überlegen,
wie es weitergehen soll. Ein Stammtisch wäre ganz schön,
sagt Nathalie Klatte. Mit Ideen kann jeder an uns herantreten,
lädt Buchmann-Schlegel ein. Ob daraus ein eingetragener
Verein wird, das hält Klatte nicht für unmöglich.
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